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Reisebericht: Die bunte Welt Rajasthans

Zweieinhalb Wochen tourte Reiseliebhaber Josef Welle durch Rajasthan, einer von 29 Bundesstaaten im faszinierenden Indien. In seinem Reisebericht entführt er uns in eine Welt voller Abenteuer, Trubel, opulenter und verwunschener Architektur sowie sagenumwobener Geschichten.
Josef Welle in Rajasthan

Von Ende Januar bis Mitte Februar entdeckte Josef Welle während einer Tour Vital-Rundreise die Vielfalt und Schönheit des flächengrößten Bundesstaates in Indien – Rajasthan. Zahlreiche Momente und Stationen des Staunens hielt der Trip für Josef bereit: opulente Paläste, kulinarische Highlights, Begegnungen mit exotischen Tieren sowie Trubel und Tumult – eine Reise, die sicherlich noch lange nachklingen wird und die er in seinem Reisebericht ausführlich schildert:
 

MANDAWA, die erste Station auf unserer Reise

Die Stadt verzaubert mit ihren aufwändig dekorierten und bemalten Kaufmannshäusern. Vor knapp 100 Jahren hat hier die East Indian Company der Engländer die Kaufleute vertrieben. Gegen sie hatten die traditionellen Kaufmannsfamilien keine Chance. Jetzt sieht man nur noch die verblichenen Reste der einst prächtigen Paläste.

JAISALMER, eine Stadt aus dem Mittelalter

Auf einem Bergrücken liegend blickt man von hier über die weite Ebene. Der schönste und interessanteste Ort, den wir bisher zu sehen bekommen. So eine Studienreise bietet enorm viel. So dürfen wir heute noch in der Sandwüste Kamel reiten. Nach dem Kamelritt folgt in der Wüste eine Musik- und Tanzdarbietung vom Feinsten. Wir schweben im siebten Himmel.

Jaisalmer

JODHPUR, gegründet von einem mächtigen Maharadja im Jahre 1459

Er ließ die Festung Mehrangarh von 100.000 Arbeitern in 10 Jahren errichten. Sie thront 145 Meter über der Siedlung und konnte nie von Feinden erobert werden. Es gibt nur einen einzigen steilen Zugang zur überaus prächtigen Palaststadt. Von der Festung aus geht es mit Motorrad-Tuktuks hinunter in die Altstadt. Ein wahrer Höllenritt durch enge Gassen, die vor Schmutz strotzen, durch Basare, Menschenmassen, Lärm und Gestank. So stellt man sich Indien vor. Schockierend und faszinierend zugleich.

Unser Maharadja-Hotel weit draußen vor den Toren der Stadt sorgt dann für die nötige Entspannung. Wieder wird ein wunderbares Abendessen geboten (die indische Küche ist einfach genial!) und wieder haben wir mit der Unterkunft das große Los gezogen und landen in der Beletage.

RANAKPUR, ein Traum in Marmor

Der Adinath-Tempel der Jain-Sekte birgt 29 Hallen, Türme und Kuppeln, die von 1.444 Marmorsäulen, von der keine wie die andere aussieht, getragen werden. Die Jain-Sekte ist klein, ihre Anhänger sind jedoch wirtschaftlich und politisch überaus einflussreich in Indien. Sie lehnen jede Form des Tötens ab, weshalb man vor dem Betreten des Tempels alles, was aus Leder ist, ablegen muss.

Zum Schluss für heute noch ein kleiner Exkurs zu unserer Reisegruppe: Wer uns ein bisschen kennt, weiß, dass wir eigentlich keine Pauschal- und Gruppenreisende sind. Aber Indien, wenn auch nur die Region Rajasthan, in zweieinhalb Wochen auf eigene Faust erkunden, das würde unsere Kräfte und Nerven gewaltig übersteigen. So genießen wir die Annehmlichkeiten, die eine solch gut organisierte Reise bietet. Wir sitzen in einem bequemen Bus, sehen viel, kommen unkompliziert an tolle Orte und in herrliche Hotels, brauchen uns um nichts zu kümmern und zahlen dafür überraschend wenig Geld. Unser Guide, Harendra, macht seine Sache gut und ist die Ruhe in Person, eine Eigenschaft, die in diesem chaotischen Land nicht zu unterschätzen ist.

Josef-Welle-und-seine-zwei-Reisebegleiter

UDAIPUR – das Wunderkind unter Rajasthans Städten

Manche sagen, Udaipur sei die schönste Stadt Indiens. Europäer fühlen sich sofort zuhause, finden sie hier doch alles, was sie mit touristischer Attraktivität und Lebensqualität verbinden. Was der Reiseführer sagt, stimmt aufs Wort, wie wir feststellen können. Die Stadt ist nicht nur malerisch, sie ist auch sehr gepflegt und sauber. Hauptattraktion ist neben dem Tempel die Palaststadt, nach Buckingham die zweitgrößte der Erde.

JAIPUR, die größte Stadt Rajasthans und zugleich Hauptstadt

Jaipur ist bekannt durch das sicher meistfotografierte Baudenkmal Rajasthans, den Palast der Winde. Erstaunlicherweise ist dies das erste UNESCO-Welterbe-Denkmal unserer Reise, wo doch unseres Erachtens ALLE bereits besuchten Städte dieses Prädikat verdienen.
Eine abendliche Fahrrad-Rikscha-Fahrt durch die Basarstadt verschafft uns einen ersten Eindruck von der Stadt. Einen solchen Verkehr und Trubel auf den Straßen haben wir bisher noch nicht gesehen! Jaipur wird auch die rosafarbene Stadt genannt, der dominierenden Farbe der Gebäude wegen.

Der Palast der Winde ist im Grunde eine Fassade aus 950 Erkern und kleinen Fenstern, von denen aus die Frauen aus dem Harem des Maharadja dem Treiben auf dem großen Basar-Boulevard zuschauen durften. Danach besichtigen wir die Festung Amber vor den Toren der Stadt – überwältigend allein das Panorama und der Aufstieg mit Elefanten! Der Ritt auf diesem „monströsen“ Tier ist eine wunderbare und in Indien unverzichtbare Erfahrung.

Diese Reise ist ein Eintauchen in Tausendundeine Nacht, das wird uns immer klarer. Durchführung und Programm sind Spitzenklasse. Wir hatten mit solch vielen positiven Eindrücken nicht gerechnet. Trotz allem Schmutz, Elend und Chaos ist es das farbigste und auf seine Weise lebendigste Land, das wir in Asien bisher gesehen haben. Das Open-Air-Observatorium aus dem Jahr 1824 ist ein weiterer Höhepunkt der Stadtbegehung und beschließt das Programm dieses wunderbaren Tages. Und auch heute scheint die Sonne vom makellos blauen Himmel, den kein Wölkchen zu trüben wagt.

Palast-der-Winde

NATIONALPARK RANTHAMBORE: Endlich ist es so weit

Voller Spannung besteigen wir ein geländegängiges, offenes Gefährt, das uns in den Nationalpark bringen soll. Mitten im Park liegt die Festung Ranthambore aus dem 10. Jahrhundert, die zweitgrößte Rajasthans. Sofort sind wir, nach so viel Kultur, fasziniert von der wunderbaren Natur mit ihrer Tierwelt: Antilopen, Gazellen, elchartiges Rotwild, Büffel, Wildschweine, Affen, seltene Vögel, Pfaue, ja sogar Krokodile. Aber Tiger? Bis jetzt leider Fehlanzeige.

Wir sind etwa 90 Minuten im Park und steuern gerade das Ufer eines Sees an, da taucht er aus dem Schilf auf, wunderschön und majestätisch. Und schon ist er wieder verschwunden. Unser Ranger lässt aber nicht locker, dirigiert den Fahrer wie wild herum und schließlich auf ein kleines Plateau. Und da liegt die „Bestie“ plötzlich in ihrer vollen Pracht. Völlig entspannt und desinteressiert an uns. Wir können uns bis auf etwa drei Meter nähern und herrliche Fotos schießen. Wir haben tatsächlich den Königstiger gesehen, von dem es im Park noch 50 Exemplare geben soll! Mission accomplished. Ein großartiges Erlebnis und ein weiteres Glanzlicht dieser an Highlights so reichen Reise.

AGRA, die Heimat des Taj Mahal

Der seinerzeitige Mogul war nach dem Tod seiner Lieblingsfrau, die bei der 14. Geburt starb, untröstlich und ließ zu ihrem Gedenken in 22 Jahren und von 20.000 Arbeitern ein Grabmal für sie errichten, das Besucher in Scharen anzieht. Ist das Taj Mahal wirklich so schön, dass man bei seinem Anblick in helles Entzücken und in Tränen gleichzeitig ausbricht?

Der Montagmorgen bringt die Antwort: Die aus Persien engagierten und die einheimischen Baumeister haben einen Traum zu Stein werden lassen. Obwohl der Bau nicht originär ist und andere Bauwerke zum Vorbild hat, ist er ein einzigartiges Wunderwerk von stimmigen Proportionen, feinen Linien, edlen Materialien (Marmor), Spiritualität, Harmonie und umwerfender Ästhetik. Wir glauben nicht, je etwas Perfekteres an Architektur gesehen zu haben.

Der-Taj-Mahal-in-Agra

Fazit: Großartig, farbenprächtig, eindrucksvoll!

Trotz der religiösen Durchdringung des Hindu-Alltags spürt man die große religiöse Toleranz des Hinduismus. Deshalb war Indien immer Zufluchtsort für religiös Verfolgte. Die Hindu-Tempel dominieren, anders als in Europa oder in muslimischen Ländern, selten das Bild eines Ortes. Und wenn frühmorgens ein Muezzin mit seinem heiseren Gesang alle anwesenden Europäer aus dem Schlaf reißt, gibt es keinen Hindu, der sich daran stört. Meiner Erfahrung nach kann sich ein Reisender in diesem Land sicher fühlen. Da wenig bis kein Sozialneid herrscht, werden kaum Diebstähle verübt. Und wegen des friedlichen Charakters der Menschen ist Gewaltkriminalität selten. Die Polizei ist praktisch nicht präsent im Straßenbild.

„Nicht nur farbenprächtige Basare wird man in Delhi sehen, luxuriöse Hotelhallen und geschichtsträchtige Bauten, sondern auch viel Schmutz, fürchterliche Armut und schreckliche hygienische Zustände. Indien macht es dem Reisenden nicht leicht, konfrontiert es ihn doch hautnah mit allen positiven wie negativen Aspekten des menschlichen Lebens. Vielleicht zieht es den Besucher gerade deshalb immer wieder in seinen Bann.“ – ein Zitat aus dem Buch „Rajasthan“ von Rainer Waterkamp. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Und wir wollen dieses Fazit als treffendes Schlusswort zu dieser großartigen, farbigen und eindrucksvollen Reise stehenlassen.

http://blog.e-kolumbus.de/wp-content/uploads/2016/11/Josef-Weller-in-Rajasthan-1.jpg

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