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Reisebericht: Abenteuer Fjord Norwegen – Unterwegs mit den Wikingern

Türkis schimmernde Fjorde, eisige Gletscher, gewaltige Felsformationen, grüne Wiesen, imposante Berglandschaften und erholsame Stille – unberührte Natur in ihrer reinsten Form findet man in Norwegen. Unsere Rundreise-Expertin Steffi tauchte ein in eine magisch anmutende Welt und ließ sich vom Zauber Norwegens in den Bann ziehen.

Anfang September 2016 konnte ich mich selbst von der sagenumwobenen Schönheit der Landschaften im Westen Norwegens überzeugen. Zwischen Gletschern und Fjorden liegt eine der touristisch interessantesten Regionen des Landes, die ich auf einer Rundreise entdecken durfte: Fjord Norwegen. Mit 16 abenteuerlustigen Expedienten startete die von Wikinger Reisen und der Willy-Scharnow-Stiftung organisierte Reise via Kopenhagen Richtung Ålesund. Damit begann ein einmaliges Erlebnis, das ich vermutlich für immer in Erinnerung behalten und schätzen werde.

Tag 1: Ankommen in der Welt der Fjorde

Erwartungsvoll erreichten wir das schöne Städtchen am Wasser mit seinen 45.000 Einwohnern. Begrüßt durch unsere Wikingerreiseleitung und unseren Busfahrer verließen wir die auf mehreren Inseln gelegene Jugendstil-Stadt und fuhren durch mehrere Tunnel unter dem Meer hindurch. Knapp 3 Stunden inklusive einer Fährüberfahrt dauert der Transfer durch schmale Täler mit steil aufragenden Bergen in das idyllisch gelegene Loental, auch Lodalen genannt. Die kleine Gemeinde in der Kommune von Stryn verzauberte uns sofort mit einem malerischen Bilderbuch-Charakter. Vor uns lag der dunkelblau bis grau-schwarz schimmernde Loenfjord und keine 50 m dahinter ragte der Fels bis in 1.011 m Höhe auf.

Loenfjord und Loensee

Über einen Klettersteig, die Via Ferratata, kann man den Gipfel erklimmen – für alle weniger Sportlichen wird ab Mai 2017 die bis dahin steilste Seilbahn Europas nach oben führen. Wir checkten ein und machten es uns, nach dem ersten Abendessen in Stryn, im Hotel Loenfjord bequem. Jeder Ort benennt übrigens das Stück Fjord, das an ihm vorbeifließt, nach dem eigenen Ortsnamen, obwohl es sich natürlich um einen großen Fjord handelt. In unserem Fall war es der 106 km lange Nordfjord.

Loenfjord und Loensee

Tag 2: Nationalpark Jostedalsbreen mit Briksdalsbreen und Brenndalsbreen

Am nächsten Tag erwartete uns bereits das erste Highlight der Tour – der Gletscher Briksdalsbreen. Als Nebenarm des mächtigen Festlandgletschers und Nationalparks Jostedalsbreen ist der Gletscher ein beliebtes Ausflugsziel. Schon Kaiser Wilhelm war gern zum Wandern hier.

Gletscherzunge Briksdalsbreen

Man kann zu Fuß oder mit einem Troll-Car, einem Golfcart-ähnlichen Fahrzeug, bis zur Gletscherzunge gelangen. Als Teilnehmer einer Wikinger-Reise gingen wir natürlich auch im Regen zu Fuß – abseits der Wege versteht sich. Schilder am Wegesrand markierten, wie weit der Gletscher sich über die Jahre bereits zurückgezogen hatte. Unser lokaler Reiseführer Olaf erzählte von seiner Kindheit, in der das Eis noch einige Dutzend Meter weiter verbreitet war. An der Stelle, wo ich stand, war bis vor einigen Jahren noch alles zugefroren.

Wasserfälle Briksdalsbreen

Am Nachmittag lauschten wir am Lagerfeuer in einer verwunschenen Höhle, die bereits von den Wikingern genutzt wurde, der spannenden Geschichte der kleinen Nation Norwegen. Danach führte uns die Reise zurück ins Oldental und auf einen Aussichtspunkt mit herrlichem Blick auf den Brenndalsbreen und das Oldental.

Blick auf den Oldentalsee

In einem typischen Bauernhof genossen wir die selbstgemachten Spezialitäten der Hausherrin.

Tag 3: Gletschersee im Loental und Kjenndalsbreen

An Tag 3 unserer Tour fuhren wir mit dem Boot über den Gletschersee des Loentals. Wir bestaunten die unzähligen kleinen Wasserfälle, die rechts und links in die Tiefe stürzten und das türkisblaue Wasser, das die Berge wie ein Spiegel reflektierte. Während wir über den See schipperten, erklärte uns Olaf, warum die Berge „schwitzen“ und erläuterte kurz die norwegischen Ausspracheregeln. Am Kjenndalsbreen, ebenfalls ein Gletscherarm des Jostedalsbreen, kletterten wir über Stock und vor allem über Stein bis zum vorderen Rand der Gletscherzunge. Hier wurde es richtig abenteuerlich und nicht alle trauten sich die Klettertour zu.

Gletscherzunge Kjendalsbreen

Am Nachmittag wurden wir im Café Kjenndalstova mit Kaffee und norwegischen Waffeln – typischerweise mit saurer Sahne und selbstgemachter Erdbeermarmelade – verwöhnt.

Café Kjenndalstova

Tag 4: Ab in das Hochland Fjell und zum UNESCO-Weltnaturerbe Geirangerfjord

Der folgende Tag unserer Norwegen-Rundreise führte uns entlang der Passstraße Strynefjellsvegen direkt in das Hochland – das Fjell. Hier muss man schwindelfrei sein, auch wenn unser Busfahrer die Haarnadelkurven ohne Absicherung routiniert meisterte. Ich blickte lieber nicht zu oft nach unten. Einmal oben angelangt, wurde man mit dem herrlichen Ausblick auf das Fjell belohnt.

Hochland Fjell

Das karge Hochland besteht größtenteils aus Fels, auf dem sich in verschiedenen Grün- und Orangetönen Moose und Gräser ihren Lebensraum gesucht haben. Wo man auch hinschaut haben Wanderer Steintürmchen aufeinander gestapelt, um Trolle zu besänftigen.

Strynfjell mit Steinmännchen

Wir fuhren bis auf den knapp 1.500 m hohen Dalsnibba mit gläsernem Aussichtplateau, von dem aus man bis in den zum UNESCO-Weltnaturerbe gehörenden Geirangerfjord blicken konnte. Dieser war auch unser nächstes Ziel.

Geirangerfjord

Nach einer Besichtigung des alteingesessenen Hotels Union traten wir die Fährüberfahrt über den Fjord an, vorbei am berühmten Wasserfall der Sieben Schwestern.

Wasserfall Sieben Schwestern am Geirangerfjord

Wir erreichten abends Ålesund, wo wir nach einem gemütlichen Abendessen den Abend in einem Pub ausklingen ließen und noch ein bisschen mit den Einheimischen ins Gespräch kamen. Praktischerweise spricht hier wirklich jeder Englisch.

Tag 5: Ålesund und Heimreise wider Willen

Am letzten Tag unserer Reise stand Ålesund auf dem Programm. Die Stadt wurde nach einem Brand im Jahr 1904, der fast alle Gebäude vernichtete, komplett neu im Jugendstil erbaut. Die Geschichte erlebten wir im in der Stadtmitte gelegenen Jugendstilzentrum. Unser vor 35 Jahren nach Norwegen ausgewanderter bayrischer Stadtführer Rudolf führte uns vorbei am Rathaus, an der alten Post, durch den Stadtpark hinauf auf den Hausberg Aksla. Nach 418 Stufen erreichten wir einen Aussichtspunkt, von dem aus man einen tollen Blick auf die ganze Stadt hatte.

Ausblick auf Ålesund vom Hausberg Aksla

Nach 5 erlebnisreichen und aktiven Tagen nahmen wir Abschied von Norwegen und seinen Fjorden. Doch es war für mich sicher nicht das letzte Mal, dass ich diese tolle Gegend mit seinen Naturphänomenen besucht habe!

http://blog.e-kolumbus.de/wp-content/uploads/2017/03/16Geirangerfjord3.jpg

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