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Island, „das Land aus Eis und Feuer“ – ein Reisebericht

Das Land aus Eis und Feuer – eine Beschreibung, die treffender nicht sein könnte und doch vorab nichts von den beeindruckenden Natur-Erlebnissen erahnen lässt, die dort auf jeden Reisenden warten. Davon ist unsere Rundreise-Expertin Kristina überzeugt, nachdem Sie im Oktober vier Tage in Island verbracht hat. Ihre Eindrücke und Erlebnisse schildert Sie in ihrem Reisebericht:
Island-Reisebericht

Tag 1 – späte Anreise mit prächtigem Empfang

Die Vorstellung, am Donnerstagabend in Düsseldorf erst um 21:30 Uhr in die Air Berlin Maschine mit dem Ziel Keflavik zu steigen, stimmte mich zunächst etwas skeptisch, sollte doch die Ankunft erst in der Nacht erfolgen. Doch kurz vor der Landung, als andere Passagiere gespannt aus dem Fenster schauten, konnte ich bereits erahnen, was sie erblicken konnten. Ich musste mich jedoch noch gedulden, zunächst mein Gepäck in Empfang nehmen und in der Ankunftshalle nach der Reisegruppe von Wikinger-Reisen Ausschau halten. Nachdem sich alle gesammelt hatten und sich auf den Weg zum Bus machten, war es dann soweit: Wir wurden dank der nächtlichen Ankunft mit dem Anblick der Nordlichter, der „Aurora borealis“, belohnt! So hatte ich mir den Empfang wahrlich nicht vorgestellt!

Aurora borealis

Begeistert vom ersten Eindruck bestiegen wir den hochlandtauglichen Bus, welcher uns zunächst ins ca. eine halbe Stunde entfernte Reykjavik brachte. Im dortigen, schön und modern eingerichteten Fosshotel verbrachten wir die erste, kurze Nacht auf Island – und freuten uns schon riesig auf die nächsten Tage unserer Island-Reise.

Tag 2 – Expedition ins Unaussprechliche: Langjökull – Deildartunguhver – Hraunfossnar – Barnafoss

Nach einem reichhaltigen, stärkenden Frühstück lernten wir unseren Reiseleiter Martin kennen und auch unser Bus wartete schon auf uns.

Im Bus zum Kerlingarfjöll

Unsere Fahrt führte uns direkt wieder raus aus Reykjavik, zunächst noch am Meer entlang und schon bald darunter durch. Denn nachdem wir die vielen Vororte der Hauptstadt hinter uns gelassen haben, fuhren wir durch den 5km langen Tunnel unter dem Walfjord, der als einer der gefährlichsten Europas gilt, da er keine Notausgänge hat. Nach einem kurzen Einkaufsstopp in Borgarnes ging es dann in Richtung Inland und auch die Sonne ließ sich für kurze Zeit blicken. Auf der Fahrt zu unserem ersten Ziel des Tages versorgte uns Martin mit interessanten Informationen zur Insel. So werden in Island 90% der Haushalte mit heißem Wasser aus der Erde beheizt, ebenso wie die Gehwege in Reykjavik. Hier muss man sich also im Winter keine Sorgen machen, auszurutschen. Auch hörten wir die ersten isländischen Sagas, die für die Bevölkerung eine sehr wichtige Rolle spielen, sind sie doch ein Teil ihrer Geschichte.

Borgarnes - Island

Unterwegs warteten immer wieder tolle Aussichten auf schneebedeckte Berge auf uns. Und auch die ersten heißen Quellen konnten wir ausmachen – noch nur aus der Ferne. Die asphaltierte Straße ging bald in eine Schotterpiste über und langsam näherten wir uns der Schneegrenze, die in Island nur bei ca. 1000 m liegt.

Auf dem Weg zum Gletscher

Unser Ziel war der Langjökull: ein gigantischer Gletscher, 25 km lang und 20 km breit. Schon bald kam aufgrund der Steigung auch unser Bus an seine Grenzen und an der Basisstation stiegen wir in ein spezielles Fahrzeug um, welches uns auf den Gletscher bringen sollte. Von hier aus ging es ca. 40 min. steil bergauf. Aufgrund dichten Nebels ging es quasi im Blindflug bergan. Wir konnten gar nichts sehen und waren froh, dass der Fahrer sein Gefährt auf einer nahezu unsichtbaren Straße so gut im Griff hatte. Oben angekommen und ausgestiegen, sahen wir nichts anderes als ein Loch im Schnee, durch welches wir nun in den Gletscher gelangten. Im Inneren wurden wir zunächst mit Spikes für unsere Schuhe ausgestattet und dann ging es in den Gletscher hinein. Überall waren die Eiswände toll beleuchtet und auch in Gletscherspalten konnten wir einen Blick werfen. Über uns 40 m Eis, darunter 250 m. Faszinierend , die verschiedenen Schichten, die z.B. von Vulkanausbrüchen erzählen, und unvorstellbar, dass bei der aktuellen klimatischen Entwicklung in 150 Jahren nichts davon übrig sein soll.

Im Gletscher

Unser nächstes Ziel an diesem Tag war Deildartunguhver, die wasserreichsten Quellen des Landes. Als erstes umfing uns der für die heißen Quellen typische Geruch nach Schwefel. Dann erblickten wir die brodelnden und spritzenden Quellen, von deren 100 Grad heißem Wasser man sich besser fern halten sollte. 180 Liter in der Sekunde kommen hier aus der Erde. Mit Pipelines werden die Orte Akranes und Borganes mit heißem Wasser versorgt, genauso wie die unmittelbar an den Quellen befindlichen Gewächshäuser. Hier wachsen Tomaten und Erdbeeren!

Deildartunguhver Quellen

Nach einem weiteren Stopp und einem kleinen Spaziergang an den Wasserfällen Hraunfossnar und Barnafoss ging es weiter zu unserer Unterkunft für die nächsten zwei Nächte. Nicht ohne noch den Unterschied zwischen Quellflüssen und Gletscherflüssen zu lernen. Gletscherflüsse nämlich kann man an ihrer milchig trüben Farbe erkennen, weshalb sie auch weiße Flüsse genannt werden.

Barnafoss-Wasserfall

Die Fahrt zur Lodge auf der Hochlandstrecke Kjölur hielt noch eine Überraschung für uns bereit. Nachdem wir schon zwei Stunden auf der Schotterpiste unterwegs waren und die Dunkelheit angebrochen war, endete unsere Fahrt abrupt. Vor uns hörte die Straße einfach auf und ein Fluss kreuzte unseren Weg. Da wir etwas hinter dem Zeitplan waren, hatten wir diese Stelle nicht mehr im Hellen erreicht. So musste uns der Inhaber der Lodge entgegenkommen und unserem Fahrer den Weg durch den Fluss zeigen.

Hraunfossnar-Wasserfälle

Nach dieser spannenden Fahrt wartete in der Mountain Lodge Kerlingarfjöll ein leckerer, landestypischer Fischauflauf auf uns. Anschließend bezogen wir unsere Hütten.

Tag 3 – Wanderung auf dem Kerlingarfjöll und Bad in heißen Quellen von Hveravellir

Mountain Lodge KerlingarfjöllAm nächsten Morgen konnten wir zunächst die Umgebung der Lodge bestaunen, was uns bei der Ankunft aufgrund der Dunkelheit nicht möglich gewesen war. Die Aussicht auf die umliegenden Berge war grandios. Wir wohnten direkt an einem kleinen Fluss, abgesehen von den wenigen Hütten nur von der Natur umgeben. Nach dem Frühstück ging es mit dem Bus ein kleines Stück weiter hinauf und schon waren wir im Schnee und machten uns zu Fuß auf den Weg. Bei strahlendem Sonnenschein unterbrachen wir die Wanderung immer wieder, fasziniert von den Aussichten, die sich uns boten: vor uns der Berg Snaekollur, schneebedeckt und in der Sonne glitzernd, in der Ferne erkennbar die großen Lavafelder, dahinter der Gletscher Langjökull. Nach einem recht abenteuerlichen Abstieg über eine schneeverwehte „Treppe“ mussten wir leider umkehren, da es aufgrund von Schneeverwehungen und Eis zu gefährlich gewesen wäre, weiterzugehen. So konnten wir die heißen Quellen nur von oben an dem aufsteigenden Dampf erkennen.

Kerlingarfjöll

 

Nachdem wir den gleichen Weg zurückgegangen waren, sammelte uns unser Busfahrer wieder ein und brachte uns zurück in die Lodge, wo wir uns stärken und aufwärmen konnten. Nach einer kurzen Erholungspause auf der sonnigen Terrasse fuhren wir auf der Hochlandstrecke zu den heißen Quellen im Hochtemperaturgebiet Hveravellir. Einige von uns genossen ein Bad in dem dortigen „heißen Topf“. Die anderen erkundeten das Gebiet auf Holzstegen und bewunderten die kochenden, blubbernden und dampfenden Quellen. Besonders interessant und ein beliebtes Fotomotiv war ein kleiner Hügel, aus dem stetig und lautstark Dampf entwich.

Auf der Rückfahrt zur Lodge unterhielt uns unser Reiseleiter mit Geschichten über Trolle und mit isländischen Liedern. Den Abend ließen wir gemütlich ausklingen, erneut bei einem sehr leckeren Abendessen.

 

 

Tag 4 – Gulfoss-Wasserfall, Geysir Strokkur – Thingvellir-Nationalpark und Bummel durch Reykjavik

Unser letzter Morgen auf Island begann mit einer weiteren Überraschung, mit der keiner gerechnet hatte: Über Nacht hatte es geschneit und zum Abschied präsentierte sich die Umgebung der Lodge in prächtigem Weiß.

Gulfoss-Wasserfall

Unser erstes Ziel des Tages, Gullfoss, erreichten wir nach einer ca. 2-stündigen Fahrt. Der mächtige Wasserfall besteht aus zwei Stufen, die erste ca. 10 m, die zweite ca. 20 m hoch. Von der zweiten Stufe stürzen sich die Wassermassen in eine ca. 70 Meter tiefe Schlucht. Wer ganz nach ran möchte, sollte seine Regenjacke nicht vergessen, um sich vor der Gischt zu schützen! Nach einem kleinen Spaziergang fuhren wir weiter zur nächsten Sehenswürdigkeit des „Golden Circle“, dem Geysir Strokkur. Etwa alle 10 Minuten schießt heißes Wasser in einer hohen Fontäne aus dem Boden. Rundherum befinden sich viele weitere brodelnde Quellen.

Geysir Strokkur

Eine weitere kurze Fahrt, während der wir die tolle Herbstfärbung der kleinen Birkenwälder bewunderten, führte uns zum Thingvellir-Nationalpark, dem geschichtsträchtigsten Ort Islands. Hier fand bereits vor über 1.000 Jahren einmal jährlich im Juni eine große Versammlung statt, auf der unter anderem Gesetze beschlossen wurden. Somit tagte hier eines der ältesten Parlamente der Welt. Hier wurde am 17. Juni 1944 auch die Republik Island ausgerufen. Was diesen Ort ebenfalls außergewöhnlich macht, sind die Felswände und -spalten, die einem deutlich machen, das hier die amerikanische und eurasische Kontinentalplatte auseinanderdriften.

Der nächste Programmpunkt war der Besuch eines isländischen Bades. Hier konnten wir in einem der verschieden temperierten Thermalbecken entspannen. Ganz Mutige unter uns wagten sich sogar in den See, der durch eine heiße Quelle zumindest am Ufer erwärmt wird.

Gut erholt steuerten wir Reykjavik an. Hier konnten wir die Hallgrims-Kirche nach einer kleinen Stadtrundfahrt leider nur von außen bestaunen. Vor dem Abendessen blieb jedoch noch Zeit für einen Bummel durch Reykjaviks Einkaufsstraße Laugavegur.

Am späten Abend endete unser Aufenthalt ins Island und wir bestiegen das Flugzeug mit Ziel Düsseldorf.

Thingvellir

Fazit: Island, Zauber des Nordens

Nach der Landung am frühen Morgen verabschiedeten sich alle Teilnehmer voneinander und machten sich mit tollen Erfahrungen und Erinnerungen im Gepäck auf den Heimweg. Auch ich bin seit diesem kurzen, aber an Eindrücken überaus reichen Island-Tripp absolut begeistert von dieser einzigartigen Insel mit ihrer prächtigen und archaisch anmutenden Natur, die mich immer wieder in Staunen versetzt hat. Der Zauber des Nordens ist in Island zu Hause.

Thingvellir - Island

https://blog.e-kolumbus.de/wp-content/uploads/2016/01/Island-Reisebericht.jpg

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