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Reisebericht: Geheimtipp Rumänien

Eine Rundreise durch Rumänien steht wohl bei wenigen auf der Agenda, ist das südosteuropäische Land als klassisches Urlaubsland doch eher unbekannt. Dabei bietet Rumänien interessante Geschichte, unberührte Naturlandschaften, farbenprächtige Bauten und vielfältige Kultur. Unsere Rundreise-Expertin Sandra begab sich auf eine aufregende Rumänien-Reise und machte sich ein eigenes Bild dieses faszinierenden Landes.
Reisebericht Geheimtipp Rumänien

Mit dem Reiseveranstalter SKR begab ich mich für 5 Tage auf eine unvergessliche Rundreise durch das spannende Rumänien. Nicht nur die bekannte Hauptstadt Bukarest mit ihren beeindruckenden Bauwerken oder das berühmte Schloss Bran, die Kulisse für Bram Stokers „Dracula“, sondern auch der Besuch eines Bärenreservates in Brașov und das bunte Sibiu, die schönste Stadt des Landes, gehörten zum vielfältigen Programm. Während meines abwechslungsreichen Aufenthalts kam ich aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und lernte das fesselnde Land kennen und lieben.

Tag 1: Eine spannende Erkundungstour durch Bukarest

Am frühen Morgen startete der Direktflug mit Lufthansa von Frankfurt am Main nach Bukarest, Rumäniens Hauptstadt. Vor Ort wurden wir von unserer Reiseleiterin freundlich begrüßt. Nachdem wir in der Unterkunft unser Gepäck abgestellt hatten, begann die Erkundungstour durch die Straßen von Bukarest. Hier gab es viele tolle Sehenswürdigkeiten, die uns als hübsche Fotomotive dienten. Nach einer Panoramafahrt im gemütlichen Minibus, bei der wir einen guten Überblick über die Stadt gewannen, ging es zu Fuß weiter durch Bukarest.

Parlamentspalast in Bukarest

Die politische Geschichte des Landes ist hier sehr präsent: Monumentale, langgezogene Straßen samt Triumphbogen, Sieges- und Revolutionsplatz, der imposante Palast des Parlaments und auch große, „typische“ Wohnblöcke prägen das Stadtbild. In der Patriarchalkathedrale von Bukarest gab es viel Gold und heilige Abbildungen zu bestaunen.

Patriarchalkathedrale

Wir gingen weiter durch die Altstadt und durften ein gemütliches Abendessen samt Folklore-Tänze im Restaurant Caru‘ cu Bere genießen.

Landestypisches Essen im Caru' cu Bere

Tag 2: Die ersten Stationen in Rumänien: Curtea de Argeș und Sibiu

Nach dem Frühstück verließen wir Bukarest und fuhren Richtung Curtea de Argeș. Die imposanten Fürstenkirchen und Kloster der Stadt sind in einem gut erhaltenen Zustand und befinden sich in einer gepflegten und schönen Parkanlage.

Kathedrale von Curtea de Argeș

Hier wird der Kontrast von vergoldeten, reichen Kirchen und den eher ärmlichen Dörfern deutlich, die das „wahre“ Rumänien zeigen. Gegen Mittag erreichten wir Sibiu in Siebenbürgen, auch „Hermannstadt“ genannt. Die Stadt wird nicht umsonst als die schönste Stadt Rumäniens bezeichnet.

Sibiu - Großer Ring mit Rathaus und katholischer Stadtpfarrkirche

Bei strahlendem Sonnenschein schlenderten wir über den Markt, auf dem schöne Tücher, leckeres Essen und Kunsthandwerk angeboten wurden. Die malerische Altstadt wurde als Kulturhauptstadt Europas 2007 nominiert und größtenteils restauriert.

Sibius - Malerische Altstadt

Gut täuschen können die typischen Fenster in Sibiu, die so gestaltet sind, dass sie kleinen, neugierigen Augen ähneln. Nach einem leckeren Abendessen, ging es abenteuerlich weiter mit der Pferdekarre durch das Dorf, was uns sehr viel Spaß bereitete.

Tag 3: Roșia – Biertan – Sighișoara

Am frühen Morgen war die Gemeinde Roșia unser Ziel, wo wir eine Dorfschule und den Schuldirektor besuchten. Ich war überrascht: Obwohl es Sonntag war, wurden wir von mehreren begeisterten Schülern in Empfang genommen.

Dorfschule in Roșia

Es gab Tänze, Live-Musik und süßes Gebäck – die leckersten Pfannkuchen, die ich je gegessen habe! Wir bekamen aber auch sehr reale Einblicke in das Leben der Roma-Minderheiten und der Kinder aus ärmeren Verhältnissen. Alle waren sehr davon gerührt, dass sich der Schuldirektor mit nur geringer Unterstützung des Staates, um die Weiterbildung seiner Schüler kümmert. Die Perspektiven im Dorf sind oft nicht groß, jedoch werden die Schüler so gut wie möglich mit Sport-, Musik- und Tanzstunden nach dem Unterricht gefördert. Jedes Kind strahlte vor Freude – Eindrücke, die ich lange nicht vergessen werde. Nach einem so eindrucksvollen Morgen erwartete uns schon die nächste Überraschung: Wir durften den deutschen Pfarrer und Schriftsteller Eginald Schlattner kennenlernen. Auch er gab uns einige interessante Einblicke in die Roma-Gemeinde. Im Anschluss daran wurden wir mittags bereits vom nächsten Pfarrer eingeladen, diesmal zu einem Stadtrundgang und einer Besichtigung der Kirchenburg in Biertan.

Kirchenburg und Stadt Biertan

In Sighișoara – oder Schäßburg – erwartete uns eine altertümliche, zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Stadt mit vielen Gassen, bunten Fassaden, blumendekorierten Fenstern, gemütlichen Lokalen, Türmen und Kirchen.

UNESCO-Weltkulturerbe Sighișoara/Schäßburg

Die Landschaft wurde immer schöner und grüner. Unser Ziel war nun unser Hotel in den Karpaten bei Brașov.

Tag 4: Highlights: Das Bärenreservat in Brașov und Draculas Anwesen „Schloss Bran“

Der heutige Tag führte uns in die idyllische und atemberaubende Berglandschaft. Voller Vorfreude erreichten wir das Libearty in Zarnesti, das größte Bärenreservat Europas, in dem Bären aus ganz Rumänien eine neue Heimat erhalten.

Libearty Bear Sanctuary Zarnesti - Das Bärenreservat

Hier werden Bären aufgenommen, die als Zirkus-, Zoo- und sogar Privateigentum gehalten wurden und nicht artgerechten Bedingungen ausgesetzt waren. Der freundliche Tourguide zeigte uns, was alles für die Bären getan wird. Am Ende war ich sehr bewegt, aber dafür umso erfreuter darüber, dass die Bären eine sehr weitläufige Waldanlage für ein neues Leben haben.

In Bran besuchten wir einen berühmten Schauplatz, den jeder mit Rumänien verbindet: Schloss Bran, auch gerne „Schloss Dracula“ genannt. Schloss Bran diente als Inspiration und Kulisse für den berühmten Roman von Bram Stoker.

Schloss Bran

Wie erwartet, waren die Räumlichkeiten von neugierigen Besuchern überflutet. Mein Tipp: Viel ruhiger kann das schöne Schloss von außen betrachtet werden. Eine angenehme Pause kann man auch in der Innenstadt von Brașov verbringen, wo es zahlreiche nette Gassen und Lokale gibt, die zum Verweilen einladen. Zum Abendessen lud uns der gastfreundliche Pfarrer der Kirchenburg Wolkendorf ein – der letzte Abend in Rumänien hätte schöner nicht sein können!

Tag 5: Letzte Station der Reise in Sinaia

Der letzte Tag begrüßte uns mit Regen, was unsere Vorfreude auf die Kleinstadt Sinaia jedoch nicht trübte. Unser Weg dorthin führte uns durch einen Wald.

Sinaia - Schloss Peleș

Die Zeit reichte leider nicht aus, um das wunderschöne Schloss Peleș zu besichtigen. Das steht schon für meine nächste Rumänien-Reise auf dem Programm.

Fazit: Rumänien ist ein lohnenswerter Geheimtipp für Entdecker!

Die Reise hätte nicht besser sein können: In kurzer Zeit lernte ich so viel über ein Land, das mir zuvor ganz fremd war. Rumänien ist ein sehr gastfreundliches Land, reich an Geschichte und Tradition, wovon insbesondere die Altstädte, Kirchen und Gemeinden zeugen. Es ist aber auch ein Land, das sich entwickelt und entfaltet. Die Landsleute sind unglaublich herzlich und ihre Kultur ist faszinierend. Rumäniens Wälder und Berge sind ideal für Naturliebhaber, die Kirchen und romantischen Altstädte ein Muss für Kulturbegeisterte. Je besser man Rumänien kennenlernt, desto bewusster wird einem, wie unterschätzt dieses tolle Land ist und wie sehr sich eine Rumänien-Reise lohnt.

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