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Reisebericht Marokko: Zwischen Sahara und Großstadttrubel

10 Tage lang erkundete unsere Kundin und Reiseliebhaberin Ute mit ihrer Familie Marokko und kam dabei durch eine vielfältige Landschaft aus Steinwüste, Sanddünen und dem beeindruckenden Atlas-Gebirge. In ihrem Reisebericht nimmt sie uns mit in eine farbenfrohe, faszinierende Welt und in lebhafte Städte: „Sich in den Gassen voller Gerüche und Farben treiben zu lassen, immer auf der Suche nach landestypischen Mitbringseln; es war Abenteuer pur!“
Reisebericht Marokko

Nach allem, was wir in den Reiseunterlagen von Kiwi-Tours schon vorab entdecken konnten, freuten wir uns sehr auf diese spannende Reise. Am 11. Juli 2017 ging es also für uns als dreiköpfige Familie auf eine 10-tägige Rundreise durch das uns unbekannte Marokko. Schon kurz nach der Ankunft tauchten wir ein in eine völlig andere Welt. Am Flughafen empfing uns unser Fahrer, ein sehr netter Berber. Es war „unser“ Jamal Mazous, der uns immer sehr freundlich und absolut zuverlässig die ganze Reise hindurch begleitete. Wir hatten das große Glück, dass wir als Familie nur zu dritt waren, denn so war es für uns in seinem großen, gut klimatisierten Auto zu dieser heißen Jahreszeit – immerhin war es Mitte Juli – sehr bequem. Jamal war immer hilfsbereit, stets um unsere Sicherheit bemüht und wies uns auch auf viel Sehenswertes am Rande der Fahrtroute hin. Selbst in Marrakesch, wo sich Fußgänger, Autos und Motorräder – und manchmal auch Eselskarren – gleichermaßen die Straßen und engen Gassen teilen müssen, brachte Jamal uns immer sicher, sehr ruhig und souverän zu den Treffpunkten mit den Guides und ins Hotel. Er war ein toller Fahrer!

Marrakesch – der Beginn unserer Reise

Die Medina in Marrakesch ist bei Nacht besonders schön und aufregend. Der Trubel auf dem Djemaa el Fna ist fast erdrückend; der Lärm der Gaukler, Schlangenbeschwörer, Marktschreier, Geschichtenerzähler, Feuerschlucker und Musikanten ist beeindruckend. Man hat das Gefühl, dass alle Bewohner nach Sonnenuntergang in die Medina strömen.

Auch die Temperatur von 50 Grad, bei einem Gang über den Platz der Gaukler am Nachmittag, ließ sich etwas schweißtreibend ertragen. An die anderen Temperaturen bis 45 Grad, die uns im Laufe der Reise begegneten, hatten wir uns schnell gewöhnt. Besonders interessant und beeindruckend war der Blick von der Restaurantterrasse des „Mythe“ auf das bunte quirlige Treiben, wo wir auch die landestypischen Spezialitäten Taijine, Harira-Suppe, Couscous und Minztee probierten.

Sonnenaufgang in Casablanca

In Casablanca waren wir von der Größe der Moschee Hassan II. fast überwältigt. Am frühen Morgen war alles in einen grauen Nebelschleier gehüllt, der mit Aufgang der Sonne wich. Dahinter blickte man gleich auf den Atlantik. Ein faszinierender Anblick!

Moschee Hassan II. großer Innenhof

Bunte Souks und marokkanisches Handwerk in Fes

Im Anschluss besichtigten wir Fes, eine der vier Königsstädte Marokkos. In der Altstadt von Fes befinden sich die Souks, in denen fast alle historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten zu sehen sind. Durch die zahlreichen verwinkelten Gässchen mit Stimmengewirr und landestypischen Gerüchen kann man sich ohne einen ortskundigen Guide verlaufen. Wir sahen geschäftiges Treiben, eng aneinander gereihte Geschäfte mit Auslagen aller Art sowie lebende Tiere, die ebenfalls zum Verkauf angeboten wurden, und mussten Mulis und lastenschleppenden Menschen Platz machen. Bei kleineren Pausen tranken wir gekühlten frisch gepressten Orangensaft – eine Köstlichkeit! Das wurde uns schon am ersten Tag in Marrakesch von unserem Guide empfohlen. Die marokkanischen Orangen schmecken viel süßer und aromatischer.

Souks in Fes

Von einer Aussichtsplattform hatten wir einen fantastischen Blick auf das riesige, zweigeteilte Fes mit Altstadt und dem neuen Fes – Fes el Jdid – mit Königspalast und Judenviertel.

Blick auf Fes

In den Werkstätten der Einheimischen wurden wir freundlich empfangen, bekamen sehr viele Informationen und konnten uns von den künstlerischen Fertigkeiten überzeugen. Die dort arbeitenden Menschen gaben uns bereitwillig Einblick in ihr Können. Überall begegneten uns offene, herzliche Menschen, die sich freuten, wenn wir bei ihrer Arbeit zuschauten und die selbstgefertigten Waren bestaunten. So bewunderten wir z.T. wahre Meisterstücke von Möbeln, Mosaiken, Holzarbeiten, Keramik, Silberdrahtarbeiten sowie herrliche Lederwaren aus Kamel- und Ziegenleder, ziselierte Messingarbeiten und Werke der Schmiedekunst. Alles, was wir vorfanden, war von Hand gefertigt und die Techniken beruhten allein auf überlieferten Traditionen. Man kam aus dem Staunen nicht mehr heraus und hatte nun die Qual der Wahl. Wir haben einige ganz tolle „Erinnerungsstücke“ erworben.

In einem riesigen, wunderschönen Palast befand sich eine Teppichmanufaktur. Die immense Menge an Ausstellungsstücken machte uns sprachlos. Es wurden für uns traumhaft schöne Teppiche ausgerollt, einer war schöner als der andere. Tolle Farben, von dezent bis aufdringlich, fielen uns in Auge, dazu fantastische Muster und Ornamente sowie vielgestaltige Symbolik. Auch hier war man sehr freundlich, nicht aufdringlich und amüsierte sich über unsere Begeisterung.

Bei herrlichem Sonnenschein und sengender Hitze besichtigten wir die Ruinen des antiken Volubilis und waren sehr überrascht, wie viele der antiken Bauwerke und Säulen schon restauriert wurden. Auch hier wurden wir von einem deutschsprechenden Guide geführt, der unsere Fragen immer freundlich und ausführlich beantwortete.

Durch die weite Landschaft Marokkos

Die lange Fahrt von Fes aus über den Mittleren und Hohen Atlas und durch das Flusstal des Ziz war sehr beeindruckend. Es ging durch ewig lange Steinwüsten, vorbei an vereinzelten Nomadenzelten und ihren Tieren; dann tauchten wie aus dem Nichts wunderschöne Palmoasen und kleine, schmucke Dörfer auf.

Nomadenzelt

In ca. 1200 m Höhe konnten wir am Straßenrand eine Gruppe Berberaffen mit ihren Jungtieren, die von unserem Fahrer mit Nüssen gefüttert wurden, beim Toben und Streiten beobachten. So ganz aus greifbarer Nähe war das ein großes Erlebnis und brachte uns viele Fotos ein. Der Kurort Irfane mit riesigem Königspalast, Universität und schicken Hotels und Pensionen wirkte auf uns wie Chamonix. Die Landschaft in Marokko ist unglaublich schön und sehr vielfältig. Unsere Vorstellungen über das Land wurden weit übertroffen.

Berberaffe mit Jungtier

Von Dünen, Dromedaren und Mosaiken

Unsere Unterkunft, die Kashba Mohayut, befand sich in Merzouga, direkt am Dünenrand der Sahara. Welch ein beindruckender Anblick – rote Dünen, die gleich zu einer Wanderung einluden. Von der Terrasse konnten wir den Sonnenaufgang beobachten. Noch vor dem reichhaltigen Frühstück machten wir einen kurzen Spaziergang durch den herrlich weichen Sand und erfreuten uns an dem Geschrei der Dromedare auf dem Nachbargrundstück, die auf Futter und den Transport der Touristen warteten.

Sonnenaufgang in der Sahara

Auf der Fahrt nach Ouarzazate fuhren wir auf der Straße der Tausend Kasbahs zur Todra-Schlucht, wo uns überwältigende Menschenmengen, die in dem kleinen Abschnitt des Todra-Flusses das Plantschen und Abkühlen genossen, überraschten. Die Enge durch die fast senkrecht in die Höhe ragenden Felsen war fast bedrückend, aber sehr beeindruckend.

Dromedare in der Sahara

Wir machten einen Stopp in Ait Benhaddou, dem berühmtesten Kasbah-Komplex, einem Dorf in Lehmbauweise dicht an einen Hang gedrängt. Auch besichtigten wir die Kasbah Telouet, die leider jetzt schon ziemlich verfallen ist, aber trotzdem sehenswert. Wir fühlten uns sofort in eine andere Zeit versetzt. Die noch erhaltenen Räume vermittelten ein Bild von der Lebensart der Berber in den Wohnburgen aus Lehm. Zu besichtigen waren sorgfältig gestrichene Salons, ein Labyrinth aus Gängen und verschlossenen Türen. Die frei zugänglichen Räume waren mit wunderschönen bunten Mosaiken ausgestattet. Ein Blick von der Dachterrasse offenbarte allerdings den leider schon fortgeschrittenen Zerfall des seit Jahren unbewohnten Gebäudekomplexes. Die Kasbah war aber dennoch sehenswert und sehr eindrucksvoll!

Ait Benhaddou

Ab ins Grüne!

Wieder in Marrakesch angekommen, besichtigten wir die Gärten der Stadt. Der Jardin Majorelle ist einfach faszinierend, wunderbar angelegt, herrliche Bäume, Sträucher und Pflanzen aus aller Welt, und dazwischen einige kleine Gebäude im typischen Majorelle Blau. Hier hätte man einen ganzen Tag verweilen, den Vögeln lauschen und die Seele baumeln lassen können. Die Luft war herrlich erfrischend nach der drückenden Hitze auf den Straßen.

Jardin Majorelle

Beim Besuch eines Herbalisten wurden wir über die Wirkungsweisen der zahlreich gesammelten und in großen Glasgefäßen aufbewahrten Kräuter belehrt und durften einige Kosmetikprodukte der Naturmedizin ausprobieren. Hier wurde deutsch gesprochen. In den Ausstellungsräumen standen die Gläser in raumhohen Regalen und waren sehr informativ beschriftet. Es war eine schöne „Lehrstunde“.

Mit unserem deutsch sprechenden Guide fuhren wir durch das wunderschöne Ourika-Tal zur Safran- und Kräuterfarm „Le Paradis du Safran“. Es war wirklich ein Paradies! Hier empfing uns die freundliche Schweizerin Christine Ferrari. Sie hat das Paradies mit Kräuter-, Blumen-, Sträucher-und Baumgärten angelegt und als Lehrgarten mit Informationstafeln gestaltet. Leider standen zu dieser Zeit die Safranfelder noch nicht wieder in Blüte. Wir wurden aber über den Anbau, die mühsame Ernte und das eigentliche Produkt ausführlich informiert. Bei dem typischen Minztee und frischen Feigen führten wir mit der Besitzerin und mutigen Frau, die dies in einer anderen Kultur- und Lebensweise gewagt und geschafft hatte, ein nettes und persönliches Gespräch, bei dem sie uns einen Einblick in die anfänglichen Schwierigkeiten ihrer Existenzgründung und dem jetzigen guten Zusammenleben mit der marokkanischen Bevölkerung gab.

Danach besuchten wir noch einen typischen Markt der Einheimischen, die, dicht gedrängt auf dem Boden hockend, lautstark ihre Ware anboten. Neben heimischem Gemüse, Obst, Fleischwaren und Textilien sahen wir auch europäische Garderobe und elektronische Artikel.

Den Abschluss dieser wunderbaren Reise gestalteten wir mit einem privaten Besuch eines marokkanischen Palastrestaurants mit musikalischer, landestypischer Unterhaltung und dem Genuss des typischen marokkanischen Gerichtes Tajine.

10 Tage Marokko – gerne wieder!

Nach 10 Tagen erlebnisreicher Rundreise durch ein für uns bisher unbekanntes Land sind wir mit vielen schönen Erinnerungen und unzähligen Fotos wieder zu Hause angekommen. Unsere Erwartungen an Marokko wurden weit übertroffen. Marokko überraschte uns mit unendlich vielen verschiedenen, wunderschönen Landschaftsformen, Kulturschätzen und freundlichen, aufgeschlossenen Menschen. Es war super! Jeder Tag, jede Stadt ein Erlebnis! Wir fühlten uns absolut sicher. Alles, was wir gesehen haben und erleben durften, hat uns sehr begeistert.

Makake am Straßenrand

Die perfekte Organisation des marokkanischen Partners und des Veranstalters KIWI-Tours hat dies ermöglicht und den reibungslosen Ablauf garantiert. Ihnen möchten wir unseren herzlichen Dank aussprechen.

Dies war unsere erste Reise in den „Orient“. Land und Leute haben uns sehr beeindruckt. Es war so schön, dass wir diese Reise auf jeden Fall weiterempfehlen werden und sicher selbst noch einmal machen wollen. Dann hoffen wir, dass wir unseren Jamal Mazous wieder als Fahrer und „Reisebegleiter“ bekommen können.

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